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Kategorien: Spurenelemente
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Schlagworte: biovelio ELEMENTS
Jod (Wikipedia)
Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Iod, I, 53
Elementkategorie Halogene
Gruppe, Periode, Block 17, 5, p
Aussehen gasförmig: dunkel-violett,
als Festoff: grauschwarz, glänzend
CAS-Nummer 7553-56-2
EG-Nummer 231-442-4
ECHA-InfoCard 100.028.585
ATC-Code
Massenanteil an der Erdhülle 0,06 ppm
Atomar
Atommasse 126,90447(3)u
Atomradius (berechnet) 140 (115) pm
Kovalenter Radius 139 pm
Van-der-Waals-Radius 198 pm
Elektronenkonfiguration [Kr] 4d10 5s2 5p5
1. Ionisierungsenergie 10.451260(25) eV1008.39 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 19.13126(12) eV1845.89 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 29.570(25) eV2853.1 kJ/mol
4. Ionisierungsenergie 40.357(25) eV3893.9 kJ/mol
5. Ionisierungsenergie 51.52(4) eV4971 kJ/mol
6. Ionisierungsenergie 74.4(4) eV7179 kJ/mol
7. Ionisierungsenergie 87.61(6) eV8453 kJ/mol
Physikalisch
Aggregatzustand fest
Kristallstruktur orthorhombisch
Dichte 4,94 g·cm−3
Magnetismus diamagnetisch (Χm = −4,3 · 10−5)
Schmelzpunkt 386,85 K (113,70 °C)
Siedepunkt 457,2 K (184 °C)
Molares Volumen 25,72 · 10−6 m3·mol−1
Verdampfungswärme 41,6 kJ/mol
Schmelzwärme 7,76 kJ·mol−1
Dampfdruck 35 Pa bei 298 K
Wärmeleitfähigkeit 0,449 W·m−1·K−1
Chemisch
Oxidationszustände ±1, 3, 5, 7
Normalpotential 0,536 V (I2 + 2 e → 2 I)
Elektronegativität 2,66 (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop NH t1/2 ZA ZE (MeV) ZP
123I {syn.} 13,2235 h ε, γ 1,2 + 0,16 123Te
124I {syn.} 4,1760 d ε 124Te
β+ 124Te
125I {syn.} 59,408 d ε 0,186 125Te
126I {syn.} 13,11 d ε 2,155 126Te
β 1,258 126Xe
127I 100 % Stabil
128I {syn.} 24,99 min β 2,118 128Xe
ε 1,251 128Te
129I {syn.} 1,57 · 107a β 0,194 129Xe
130I {syn.} 12,365 h β 2,949 130Xe
131I {syn.} 8,02070 d β 0,971 131Xe
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert
08 – Gesundheitsgefährdend 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 312+332​‐​315​‐​319​‐​335​‐​372​‐​400
P: 273​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​314
MAK

Schweiz: 0,1 ml·m−3 bzw. 1 mg·m−3

Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Iod (standardsprachlich, aber fachsprachlich veraltetJod) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol I (vor der internationalen Elementsymboleinführung war es J) und der Ordnungszahl 53. Im Periodensystem steht es in der 7. Hauptgruppe bzw. der 17. IUPAC-Gruppe und gehört somit zu den Halogenen. Der Name leitet sich vom altgriechischen Wort „ioeides“ (ιο-ειδής) für „veilchenfarbig, violett“ ab. Beim Erhitzen entstehende Dämpfe sind charakteristisch violett.

Ältere Bezeichnungen sind Jodium, Jodina und Jodine.

Iod ist bei Raumtemperatur ein Feststoff, der schlecht wasserlöslich, aber gut löslich in wässriger Kaliumiodid-Lösung und sehr gut löslich in Ethanol und anderen organischen Lösungsmitteln ist.

In der Alltagssprache ist Jod die gebräuchliche Schreibweise, auch in der älteren chemischen und überwiegend auch in der aktuellen medizinischen Fachliteratur wird diese Schreibweise benutzt. Die Schreibweise Iod wird im Duden mit dem Hinweis auf Jod aufgeführt; es wird auf die Fachsprachlichkeit hingewiesen. Das Elementsymbol I wird bereits seit 1970 in der IUPAC-Publikation in der chemischen Fachliteratur benutzt, in der älteren deutschsprachigen Literatur findet man durchgängig die Elementbezeichnung J.

Iod ist ein unentbehrlicher Bestandteil des tierischen und menschlichen Organismus und wird mit der Nahrung aufgenommen. Am höchsten ist die Konzentration beim Menschen in der Schilddrüse und wird dort in den Hormonen Thyroxin und Triiodthyronin und als Diiodtyrosin genutzt. Jodmangel im Trinkwasser und der Nahrung ist in der Regel für das Auftreten des Kropfs verantwortlich. Als Vorbeugung wird der wöchentlich ein- bis mehrmalige Verzehr von Seefisch sowie die Verwendung von sogenanntem Jodsalz (Speisesalz mit Natrium- oder Kaliumiodat versetzt) empfohlen. Durch diese individuelle Jodprophylaxe und die Iodierung von Futtermitteln wird in Deutschland der Mangel an Iod in den Böden teilweise ausgeglichen. Es konnte vorübergehend erreicht werden, dass in der Gesamtjodversorgung der Bevölkerung die Vorgaben der WHO knapp eingehalten wurden. Stand 2020 weist die Jodversorgung laut Bundesinstitut für Risikobewertung eine rückläufige Tendenz auf und ist nicht optimal.

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